Kreislauf des Wollens

Manchmal ist es uns so wichtig, etwas zu haben, es gar zu besitzen, dass uns gar nicht auffällt, dass wir es gar nicht wollen und womöglich auch nicht brauchen.
Irgendein vorprogrammierter Prozess setzt sich in Gang, wir setzen alles daran, es zu bekommen - als hinge unser Leben davon ab.
Wenn wir Glück haben, werden wir unser Ziel nicht erreichen, dann bleibt der Wunsch bestehen. Wir hören nicht auf zu glauben, dass wir es brauchen, wollen, haben müssen.

Doch manchmal passiert es auch, dass wir bekommen, wofür wir uns so anstrengen. Wir freuen uns. Freuen uns sehr. Sind erleichtert. Sehr. Und dann - auf einmal - überfällt es uns so schlagartig, dass wir uns nicht davor verstecken können: Die Leere. Es schleicht sich dieses Gefühl in uns ein, das leise flüstert: Eigentlich willst du es gar nicht haben ...
Leise, aber unaufhörlich schleichen diese Worte durch unsere Gedanken. Wir versuchen sie wegzuscheuchen, nicht darauf zu hören. Wir sagen uns: Ich freue mich, ich habe, was ich wollte. Aber irgendwann siegt die leise Stimme.

Und dann begeben wir uns auf die Suche nach dem, was wir wirklich wollen und brauchen. Wir finden scheinbar eine Antwort und das Ganze fängt von vorne an.

8.8.11 16:59

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