Wortgemetzel

Die stärkste Waffe eines gescheiten Menschen ist das Wort. Worte haben es in sich. Sie können erfreuen, beglücken, verletzen und gar zerstören.

Und in einem verbalen Streit schmeißt man oft mit Worten um sich. Vorwurfsvolle Worte. Worte der Enttäuschung. Worte der Wut, der Verzweiflung oder der Traurigkeit.
Und manch einer, dem man zum Kampfe ein Messer in die Hand drückt, fängt an zu metzeln ... dabei würde ein präziser Stich doch reichen, um den Gegner zu töten.
Und so ist es mit den Worten. In einem Streit fangen die meisten an zu metzeln, sie schmeißen mit beleidigenden, primitiven, vulgären Wörtern um sich. Diese Worte machen den Gegner wütend, aber sie verletzen ihn selten.

Die Wortwahl, die man für sein Gegenüber wählt, ist oftmals auch Abbild dessen, in welchem Maße man Respekt und Achtung vor diesem Menschen hat. Besonders die Wortwahl in einem Streit.

Früher gab es zwei Menschen in meinem Leben, mit denen ich regelmäßig stritt. Ich frage mich heute: Beherrschten diese Menschen nur nicht den Umgang mit der Waffe oder hatten sie einfach in keinem Maße Respekt vor mir?

Und daran anschließend stelle ich mir die Frage, ob sie überhaupt Respekt vor sich selbst hatten?

28.9.10 00:09

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