Gekleckse

Vielleicht ist es an der Zeit etwas zu schreiben, nur um des Schreibens willen. Wahrscheinlich hätte ich viel zu sagen - über das Gute und Schöne und über das Böse und Traurige. Über Wichtiges und Unwichtiges. Über Liebe und Tod. Ach, es gibt ne Menge Dinge, denen man mit Hilfe großer Worte, eine große Bedeutung zuschreiben könnte.

Aber zwei Möglichkeiten führen dazu, dass ein Mensch nicht die richtigen Worte findet: Entweder er ist leer oder er ist übervoll. Leer an Emotionen, an Gedanken, Wünschen, Träumen, Zielen und Idealen. Oder er ist so gefüllt mit all diesen Dingen, dass in ihm ein unendliches Chaos herrscht. Ein Chaos, das nicht in Worte zu fassen ist.

Ich weiß nicht, ob ich leer oder übervoll bin. Jedenfalls bin ich nicht fähig, mit großen Worten wunderschöne, skurrille, paradoxe oder verschreckende Bilder in die Welt der Leser zu malen. Nicht mehr.

Aber ich wollte schreiben. Ich dachte, ich versuche es noch einmal: Mit Worten malen. Es ist kein Kunstwerk entstanden. Nur ein paar Kleckse.

Aber manchmal ist das Leben so: Man kleckert so vor sich.

26.9.10 01:22

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