Der Jahresrückblick

In wenigen Stunden fängt ein neues Jahr an. Viele Menschen haben bereits sehr viele Neujahrsvorsätze.

Ich ggehöre zu den Menschen, die Neujahrsvorsätze für wenig sinnvoll halten. Vielleicht liegt es daran, dass meine Kreattivität keine Grenzen kennt, wenn es darum geht, Gründe dafür zu finden, etwas für nichtig zu erklären, das so viel Kraft und Mühe braucht, um durchzuhalten.

Also lasse ich das Jahr auf mich zukommen. Ist nicht ohnhehin viel wichtiger, wie das vergangene Jahr war? Was kommt, können wir nicht wissen, wir müssen ihm voller Spannung entgegensehen. Doch das, was war, können wir beurteilen ... war das Jahr überhaupt lebenswert? Hat es sich gelohnt so viele Male ein- und auszuatmen?

Ich lasse mein Jahr Revue passieren ... Um nicht allzu sehr auszuschweifen, beschränke ich mich auf die Dinge, für die es sich vielleicht gelohnt haben könnte, zu leben.

Ich habe mein Abitur gemacht und mein lang gehegtes und längst verloren geglaubtes Ziel von 1,9 um 0,2 getoppt. 1,7 ... für eine Leistung die voll und ganz ohne Lernen und Mühe erbracht wurde - nennt man das nicht Glück? Ich habe für den Abiball ein berauschendes Abendkleid gekauft bzw gekauft bekommen. Etwas Einzigartiges und womöglich dem Anlass in weitem Maße nicht angepasst - und doch ein Kleinmädchentraum. Ist das nicht Glück? Zu erleben, wie ein Traum Erfüllung wird?

Ich hatte viel Zeit bis zum Studienbeginn und Herzensangelenheiten veranlassten mich, spontan und mit festem Willen einen Flug nach Thailand zu buchen. Meine Heimat, in der ich schon 7 Jahre lang nicht mehr war. Und dort wartete eine mich liebende Familie auf mich, viel Herzenswärme und viel Vertrautheit. Es war schön, endlich wieder zu Hause zu sein. Zuhause ist da, wo man geliebt wird, nicht wahr? Ist das nicht Glück? Zu wissen, dass man ein Zuhause hat!

Ich kam wieder und wurde von meiner Familie hier mit Herzlichkeit wieder aufgenommen. Ist es nicht schön, dass man aufgenommen wird? Dass man willkommen ist? ... Und der Sommer nahm seinen Lauf.
Ich erlebte viele kleine Abenteuer, fühlte mich jung und wild und frei, fühlte mich geliebt und begehrt.
Ich sprang aus allen Wolken und gleitete zur Erde. Ist das nicht Glück? Zu fallen und sanft zulanden?

Ich eroberte mit meiner Familie Paris, die Stadt der Künstler. Und ich wurde von der Uni Trier für "Medien/Kommunikation/Gesellschaft" zugelassen. Ich wurde in Mainz für Germasnistik, aber nicht Publizistik zugelassen. Ich entschied mich trotzdem für Mainz. Ich suchte mir eine Wohnung und fand eine sehr schöne. Und dann stellte sich heraus, dass ich durch Nachrückverfahren doch noch in mein Wunschfach Publizistik reinkomme. Ist das nicht ein Glück? Zu bekommen, was man will?

Ich habe mich in Mainz eingelebt, nette Menschen kennen gelernt, darunter auch Menschen die mir nahe kamen, die zwar den Weg in mein Herz nicht fanden, aber mir indirekt den Weg zeigten, den mein Herz mit mir gehen möchte. Ist das nicht Glück? Zu wissen, wohin man will?

Es sind nur ein paar Dinge, die das Jahr 2009 zu einem Jahr gemacht haben, von dem ich sagen kann: Ich bereue nicht, es erlebt zu haben. Ich bereue nicht, dass ich mich nicht zu rechter Zeit umgebracht habe um der Sinnlosigkeit des Lebens zu entgehen.

Es sind Dinge, die das Jahr 2009 zu einem Jahr gemacht haben, von dem ich sagen kann: Allein um dieser Dinge willen, freue ich mich von Herzen, geboren zu sein!

Und ich bin gespannt, was 2010 für mich bereit hält!

Euch allen, die ihr mir über all die Zeit eure Aufmerksamkeit geschenkt habt, wünsche ich ein farbenfrohes, abenteuerliches, lustiges Jahr 2010.

31.12.09 19:16

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL