Man kann ja auch ohne Internet leben

Es ist faszinierend, haarsträubend und nicht zuletzt amüsant.

Was machte ich früher, wenn ich als Hausaufgabe aufbekam, etwas über einen bestimmten Menschen herauszufinden?

Ich, klein und zierlich, hievte das Lexikon, groß und schwer, aus dem Regal und schaute nach.

Was macht das Mädchen von heute?

Es klickt auf Wikipedia, druckt es aus und ist fertig.

Was machte ich früher, wenn ich ein Buch lesen wollte?

Ich ging in die Buchhandlung, stöberte (manchmal stundenlang) in den Regalen und kaufte es.

Das Mädchen von heute liest nicht mehr und wenn doch, liest es Blogs, twitter und ICQ-Nachrichten. In seltenen Fällen bestellt es sich ein Buch auf amazon.de.

Was machte ich früher, wenn mir langweilig war?

Ich lief zu einer Freundin und fragte, ob sie Zeit habe und dann spielten wir Monopoly oder "Stadt, Land, Fluss" oder malten mit Kreide die Straßen voll.

Das Mädchen von heute öffnet diverse Messenger und chattet mit Freundinnen. Das ist praktisch, wenn man weit auseinander wohnt ... manchmal trennen die Freundinnen nämlich ganze drei Häuser!

Aber: Es gibt sie, diese Mädchen, die auch ohne Internet leben können: "Es geht auch ohne Internet, man kann ja auch was machen, was man nicht im Internet macht. Man kann zum Beispiel Playstation spielen oder Nintendo DS, es gibt alles Mögliche. Man muss nicht immer ins Internet rennen, sonst ist man n Internetfreak." (Mädchen, 13 Jahre Neue Öffentlichkeiten im Social Web)

11.11.09 16:24

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