Götter und Welten

Es gibt Menschen, die glauben, ein Gott habe diese Welt erschaffen.
Ich glaube etwas ähnliches und doch vollkommen anderes.
Ich stelle mir das so vor: Wir sind alle Götter und ein jeder Gott erschafft sich seine eigene Welt. Und es gibt so viele Welten, wie es Individuen gibt. Wir erschaffen uns die Welt, die wir brauchen oder viel mehr noch erschaffen wir uns eine Welt, in der wir gebraucht werden. Denn ist nicht das der verborgene Sinn unseres Daseins: gebraucht werden?

Wenn das so ist, möge man einwenden, müsste jeder glücklich sein, weil er in einer Welt lebt, die er sich zurecht gebaut hat - nach seinen Bedürfnissen.
Wie wir wissen, sind aber nicht alle glücklich und das liegt daran, dass nicht jeder Gott zugleich ein guter Architekt ist. Manch ein Bauwerk, sprich eine Welt, ist eben zwar idealistisch gut durchdacht, realistisch aber nicht tragbar. Und so stürzt manches ein oder beginnt mit der Zeit doch zumindest zu bröckeln.

Es gibt eben so vieles zu bedenken, wenn man sich eine Welt baut, die sich unser Leben nennt.

6.11.08 11:38

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(6.11.08 15:39)
Klingt nach dem Sozialdarwinismus/Satanismus à la LaVey.


Der Andreas (7.11.08 20:50)
Manche werden vertrieben aus ihrer Welt, wie Adam und Eva, weil sie sich zu weit vorgewagt haben.

"Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n ?
Weh dem, der keine Heimat hat!"

Friedrich Nietzsche


Phoenixblut (7.11.08 22:02)
Oh, das Gedicht kenne und liebe ich! Eins meiner liebsten. Danke.