Die letzte Etappe

Als ich vor gut 12 Jahren eingeschult wurde, war ich voller Lust, die Welt des Wissens zu erobern. Mit viel Freude lernte ich lesen und schreiben, baute ein sehr persönliches Verhältnis zu meiner Grundschullehrerin auf und freute mich jeden Morgen auf den Schultag. Als der Bus eines Tages wegen Glatteis nicht kam, weinte ich bitterlich.
Die Umstellung auf das Gymnasium fiel mir recht schwer, doch letztendlich fand ich auch zu dieser neuen Welt den Zugang. Meine Noten wurden im Vergleich zu den Grundschulnoten schlechter, doch auch das sollte im Lauf der Jahre ein gesundes Gleichgewicht finden.
In meiner schulischen Laufbahn habe ich viel gelernt - und das über den Unterrichtsstoff hinaus. Vor allem habe ich mir so oft und werde es wohl bis zum endgültigen Abschied noch oft beweisen, dass mein Chaos-Stress-Management funktioniert.
Nun fangen wir mit den Abiturvorbereitungen an; Abifeiern planen, Abizeitung, etc.
Im Eiltempo werden wir die letzte Etappe unserer Reise angehen und schon in einem halben Jahr heißt es, Abschied nehmen, selbstständig werden ... die Küken lernen fliegen.

Das macht mich ganz traurig.

Was wird dann kommen? Und wer? Und wo? Wer hat bei so vielen offenen Fragen keine Angst vor der Zukunft?

15.8.08 15:57

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