Hancock

Die Welt sehnt sich nach Superhelden, sie braucht sie, sie hat sie geradezu nötig.
Ohne Batman, Superman, Ironman, Spiderman und Co wäre das Leben trostlos. Viel Action, wenig Anspruch - das ist das Erfolgsrezept eines jeden Filmhelden. Und dennoch verlangt der Kinogänger Abwechslung. Action -ja! Anspruch - nein! Aber trotzdem mal etwas ganz anderes!
Und da kommt Hancock! Und wie er kommt! Mit ganz viel Krwawall. Hancock ist kein gewöhnlicher Held, er ist anders - er ist die Abwechslung, die der Massenkonsument braucht.
Hancock ist ein "Alki" und statt Menschen zu retten, beleidigt er sie. Statt umjubelt zu werden, wird er von allen gehasst - bis sich ihm der PR-Berater Ray annimmt ...
Und hier hört die Neuartigkeit Hancocks auch schon wieder auf. Die Geschichte von schlechten Menschen, die zu guten werden, ist altbekannt - und deshalb wird diese Entwicklung auch nur oberflächlich dargestellt. Hancock geht freiwillig ins Gefängnis und kommt als guter, gepflegter, nüchterner und sympathischer Held wieder raus. Nach 4 Wochen wohlgemerkt ... Das mache ihm mal einer nach. So weit, so akzeptabel. Was nun allerdings kommt, verliert sich in wirrem und abstrusem Fantasyquatsch. Fern von heldenhafter Coolness entwickelt sich die Angelegenheit zu unglaubwürdigem Kitsch. Aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Es gibt durchaus unterhaltsame Szenen, was vor allem Will Smith' Verdienst ist. Auf diesen Mann kann man sich eben verlassen ... Er trägt den Film, er macht die öde Geschichte publikumstauglich. Hancock ist ein Film für die breite Masse, die abends einfach abschalten und sich von netten Sprüchen und Spezialeffekten berieseln lassen will.

In diesem Sinne: Wer's mag, der mag's.

9.7.08 10:27

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Bandora / Website (9.7.08 17:09)
Huhu,

musste ja mal schauen, er da bei mir kommentierte....
Und fand alsbald auch Etwas, worin ich einen Kommentar loswerden kann....

Hancock ist echt gewöhnungsbedürftig, eine ziemlich flache Story, aber mit bisweilen witzigen Szenen, aber: Will Smith ist ein grandioser Schauspieler, das macht Einiges wieder wett, oder?


phoenixblut (9.7.08 18:49)
Dank Will Smith bereut man nicht allzu sehr, Geld für den Film ausgegeben zu haben ... Das stimmt


naberius (8.5.09 19:26)
ich musste echt weinen bei dem Film, und zwar als die Ehefrau des PR-Beraters Hancock im Gefängnis besucht hat.